Kurzarbeit? – Na und…?!

Natürlich war das nicht meine erste Reaktion auf die Ankündigung zu 100% in Kurzarbeit zu sein. Ich bin erst einmal in ein tiefes, tiefes Loch gefallen. Ich hatte schlechte Laune und war gereizt. Auf einmal war ich Hausfrau (ahhhhh) und habe mich um alles gekümmert (nur weil ich Spaß an Kochen habe, heißt es nicht, dass ich IMMER kochen WILL). Mein schlimmster Rollenalbtraum ist wahr geworden – dementsprechend habe ich mich auch erst einmal verhalten. Im Nachhinein tut mir mein Freund leid (mega dickes sorry!), aber so war es eben in den ersten 4 Wochen.


Als wir uns zu dritt immer besser eingespielt haben und ich meine kurzfristig übertragene Rolle annehmen konnte (zugegeben: manchmal mehr und manchmal weniger), habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie ich diese Auszeit sinnvoll nutzen könnte. Einem ersten Impuls folgend habe ich mir eine ToDo-Liste gezaubert (ich liebe ToDo-Listen), die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:


Im Nachhinein muss ich über diese Liste schmunzeln – vor allem wenn ich sehe, wie wenig ich tatsächlich davon erledigt habe. Dafür ist das, was ich erledigt habe, substantiell (nein, ich spreche nicht von der Steuererklärung): ich habe endlich meinen „Big5forLife“ Online Kurs abgeschlossen, um herauszufinden, was meine „Big5forLife“ sind.

Das Konzept von Big5ForLife ist so einfach wie schwer: was willst Du wirklich, wirklich tun? Mit was möchtest du deine Lebenszeit füllen? Was macht dich stolz, wenn du am Lebensende durch dein persönliches Museum wanderst? Ideen habe ich viele gehabt – das sah dann so ähnlich aus wie die ToDo-Liste oben. Eine „könnte man mal machen“-Liste. Aber erfüllen dich diese Dinge auch? Ich habe festgestellt, dass meine Big5 andere sind, als ich ursprünglich dachte als ich das Buch las.

Meine Big5forLife haben sich nach einem langen und intensiven Prozess dahingehend entwickelt:

  1. Ich bin Autorin

  2. Ich unterstütze andere, ihr Potenzial zu entfalten

  3. Ich eröffne mein eigenes Café

  4. Meine Kreativität ist Teil meiner Arbeit

  5. Ich erschaffe Räume für Menschen

Seit mir bewusst ist, was mir wichtig ist und was mich ausmacht, was mich treibt,etc. bin ich entspannter mit mir und im Umgang mit meinem Freund und der Kleinen (wenn mein Freund das hier liest, wird er wahrscheinlich sagen „da könnte noch mehr Entspannung rein“ ). Ich denke viel darüber nach und suche auch nach Möglichkeiten, meine Big5 in meinen Alltag zu integrieren um mich so langfristig danach auszurichten. Der Blog ist ein Teil und der Start dieser großen (Lern-)Reise.

Außerdem konnte ich endlich mal wieder Videos aufnehmen und schneiden – das hat so viel Spaß gemacht (siehe Punkt 4 meiner Big5forLife Liste). Schon während des Studiums und auch in meinen Stellen danach habe ich Schulungs-/Lernvideos produziert und es war schön, einem Freund zu helfen für seine Gemeinde weiterhin Gottesdienste anbieten zu können. Schaut gerne mal vorbei auf dem Youtube-Kanal und/oder teilt es mit Freunden, Familie und Kollegen. Wir freuen uns über jeden Follower und Abonnenten, damit wir bald auch Livestreams anbieten können.


Was habe ich gelernt aus dieser Situation? – Es ist okay auch nichts oder wenig von einer ToDo-Liste zu erledigen – es ist eine Ausnahmesituation und Selbstoptimierung kann warten – Wenn es dir nicht gut geht, geht es deinen Lieben auch nicht gut, also sorge für dich und dein Wohlbefinden – Sprich über deine Gefühle, nur dann könnt ihr gemeinsam in der Partnerschaft/Familie entsprechend (re-)agieren – unausgesprochene Gefühle führen nur zu weiteren negativen Schwingungen

Inzwischen sehe ich viel häufiger so aus:



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